Flugmuseum Messerschmitt

Das Flugmuseum Messerschmitt - Das fliegende Museum

Wer sich für historische Flugzeuge interessiert, der kennt sie. Die Maschinen der Messerschmitt Stiftung sind auf vielen Flugshows in Deutschland und Europa das Highlight.

Das Messerschnitt Museum


1998 jährte sich der Geburtstag von Willy Messerschnitt zum 100.mal. Zur Würdigung des Lebenswerkes von Messerschmitt gründete Airbus Defence and Space das Messerschmitt Museum. Das Museum versteht sich als fliegendes Museum. Möglichst alle Maschinen sollen in Flugfähigen Zustand erhalten werden. Die Teilnahme an nationalen und internationalen Flugshows ist ebenfalls Auftrag des Museum.

Historische Flugzeuge im flugfähigen Zustand zu erhalten ist schwierig und kostspielig. Hierzu wurde durch die Airbus Defense and Space und der Messer Stiftung eine Koorperation gegründet. Ziel ist es das Werk und Schaffen von Willy Messerschmitt zu würdigen und seine Flugzeuge in ihrem Elemnt, der Luft, der Öffentlichkeit zu zeigen. Um eine möglichst lange Lebensdauer der Flugzeuge zu erreichen ist die Zahl der Flugstunden sehr begrenzt. Bei manchen Maschinen wurden nötige Kompromisse eingegangen. Bei der HA-300 ist, aus wirtschaftlichen Gründen, ein flugfähiger Zustand nicht mehr möglich. Die HA-300 ist einer von sieben Prototyen aus dem Jahr 1969.

Heimatbasis ist das Airbus Werk in Manching bei Ingolstadt. Um das Museum besuchen zu können ist es notwendig sich 14 Tage vorab anzumelden. An der Pforte ist der Personalausweis zu hinterlegen. Das Museum befindet sich innerhalb des Werksgeländes.

Willy Messerschmitt

(Quelle: Bundesarchiv_Bild_146-1969-169-19)

Willy Messerschmitt - Erfinder und Flugpionier

Messerschmitt wurde 1898 in Frankfurt am Main geboren. Bereits in frühen Jahren interessierte er sich für den Flugzeugbau. Segelflugpionier Friedrich Harth beeinflusste Willy Messerschmitts Leben entscheidend. 1917 wurde er zum Militärdienst im 1. Weltkrieg eingezogen. Von 1918 bis 1923 studierte er in München Ingenieurswissenschaften. Während seiner Studienzeit gründete er in Bamberg die Messerschmitt Flugzeugbau GmbH in Bamberg. In dieser Zeit wurde die M17 entworfen und gebaut. Ein Nachbau befindet sich auch in Manching. Weiteres Modell der Messerschmitt Flugzeugbau GmbH war die M18, ein kleines einmotoriges Passagierflugzeug. Bereits das zweite Flugzeug war ein in Leichtbauweise hergestelltes Metallflugzeug. Dieser Typ fehlt noch in der Manchinger Sammlung. Von nun an setzte Messerschmitt immer neue Maßstäbe. Flugzeuge wie die die Bf-108 waren Richtungweisend.Zu den bekanntesten und wohl bedeutensden zählen die Bf-109, Bf-110 und die legendäre Me-262.Riesige Transportflugzeuge wie die Me-323/321 Gigant als auch der der 4 motorige Bomber Me-264 entstanden unter der Regie des genialen Erfinders. Von dem Raketenjäger Me-163 befindet sich ein, ebenfalls, flugfähiger, Nachbau in Manching. Das Flugzeug wird als Segelflugzeug geflogen. Ein Ersatztriebwerk für den Raketenmotor steht nicht zur Verfügung.In der Nachkriegszeit stellte die Messerschmitt Flugzeugbau GmbH auf zivile Güter um. Gebaut wurden nun Nähmaschinen, Bügeleisen, Fertighäuser und Autos. Zwei Exemplare des berühmten Kabinenrollers befinden sich im Museumsbesitz.

Nach dem Krieg ging Messerschmitt nach Spanien und arbeitete bei Hispano Aviación als Berater. Zur dieser Zeit wurde in Spanien die HA-1112 "Buchon" gebaut. Die Buchon war ein Lizenzbau der Bf-109. In dieser Zeit entstand die HA-200 aus seiner Feder. Ebenfalls in dieser Zeit entstand der Prototyp der Helwan HA-300. Einer von drei Prototypen befand sich im Manchinger Museum. Die HA-300 ist nicht flugfähig. Eine Zulassung für diesen seltenen Typ zu bekommen wäre zu aufwendig, hieß es während der Museumsführung im Jahr 2016. Für die 1955 neu gegründete deutsche Luftwaffe baute Messerschmitt die Fiat G-51 in Lizenz. Im Jahr 1969 gründete er die Messerschmitt Stiftung zur Erhaltung von Kulturgütern. Neun Jahre später verstarb er in München.

Die Maschinen des Messerschmitt Museums

Messerschmitt M-17

Ein flugfähiger Nachbau der M-17 ist Teil der Sammlung in Manching. Verantwortlich für den Neubau war die Firma Blitz Flugzeugbau. Aufgrund neuerer Bestimmung mussten zusätzliche Instrumente und Geräte eingebaut werden weshalb der Nachbau 40 kg schwerer ist als das Original.

Messerschmit Me-262 "Schwalbe"

Die Messerschmitt Me-262 ist ein Nachbau aus den USA.

Die Maschine kann zur Zweisitzer Variante umgebaut werden. Unter www.stormbirds.com könnt ihr weitere Informationen zu dem Nachbau finden.

Ein Original Jumo 004 Triebwerk.

Natürlich wurde die Maschine beim Airbus Family Day gezeigt.

Messerschmitt Bf-109

Messerschmitt Bf-109 G4. Die "rote 7" ist eine von derzeit zwei Bf-109 in Manching. Der DB 605A von Daimler Benz leistete 1475 PS.

Während unseres Besuchs wurden an der Bf-109 G-10 "Gelbe drei" umfangreiche Wartungsarbeiten durchgeführt.

Messerschmitt Me-163 ist ein antriebsloser Nachbau

Messerschmitt Me 163 „Kraftei“

Die Me-163 war ein deutscher Objektschutz-Abfangjäger mit Raketenantrieb (Raketenflugzeug) der Messerschmitt AG. Das Fluggerät gehörte zu den streng geheimen Projekten der Luftwaffe, die Entwicklung war bereits 1938 eingeleitet worden. Eine propagandistische Nutzung des Projektes im Sinne der Wunderwaffen fand nicht statt.

Mehr dazu findet ihr unter wikipedia.org_Messerschmitt Me-163

Messerschmitt Bf-108 "Taifun"

Die Messerschmitt Bf-108 musste sich während unseres Besuches einer großen Untersuchung unterziehen um die Zulassung wieder zu erlangen.

Dadurch das die Flugzeuge sich im Flugbetrieb befinden müssen oft Wartungs- und Reparaturmaßnahem durchgeführt werdem. Dies ermöglicht Besuchern Einblicke sie sonst nicht möglich wären.

Hispano Aviación HA.200 "Saeta"

Hispano Aviación HA.200 "Saeta" als Gast bei den Munich Arport and Music Days 2018. Besuche wie dieser gehören zum Auftrag des Museums und sollen die Arbeit und das Wirken von Willy Messerschmitt in Erinnerung halten.

Die HA-200 wurde ebenfalls gewartet. Für Modellbauer eine perfekte Referenz.

Triebwerk der HA-200 "aufgeräumt"

Die HA-200 "Saeta" war ein zweistrahliger Trainer und leichtes Erdkampfflugzeug.

Helwan HA-300

Die Helwan HA-300 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von

2.122 km/h.

Erstflug des Prototypen fand am 7. März 1964 statt.

Ein Überblick über den Museumshangar. Platzsparend verstaut ist die Me-163 an der Decke aufgehängt.

Mein Fazit:


Es ist ein Erlebnis dieses kleine, aber feine Museum zu besuchen. Ich kann es jedem empfehlen. Neben tollen Exponaten, sind es die Gespräche mit den Mitarbeitern die Spaß machen. Das sind Leute die die Luftfahrt leben. Einzig die Planung des Besuchs sollte vorab stattfinden. Schön wäre es wenn das Museum besucht werden könnte ohne das Werksgelände zu betreten zu müssen.

Unter folgenden Link findet ihr das Museum: www.flugmuseum-messerschmitt.com


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Viele Grüße

Peter