Ralph "Kidd" Hofer

Ein unbequemer Charakter

Sucht man im Internet nach Ralph "Kidd" Hofer findet man Beschreibungen wie rücksichtslos, undiszipliniert, impulsiv aber auch furchtlos, mutig und immer mit einer Portion Glück. Sein relativ langes Haar passten genauso wenig zum militärischen Auftreten wie sein Lieblingskleidungsstück, einem Football Trikot mit der Aufschrift "Kidd". Wäre Hofer bei den Marines gewesen, hätte er bestimmt seinem Platz bei den "schwarzen Schafen " von "Pappy" Boington gefunden.

Ein bewegtes Leben

Hofer wurde am 22.06.1921 als Ralph K. Holbrook in Salem geboren. Salem liegt im Dent County des US-Bundesstaates Missouri. Mit knapp 4000 Einwohnern eine sehr überschaubare Kleinstadt. Sein Vater verstarb früh so dass Hofer den Nachnamen seines Stiefvaters an nahm. Schon in jungen Jahren erfolgte der Umzug nach Chicago. Er begann Football zu spielen und entdeckte seine Vorliebe für den Boxsport. 1940 gewann er das „Golden Gloves“-Turnier.

Während eines Ausfluges ins benachbarte Kanada im März 1941 meldete sich Ralph Hofer zum Dienst bei der Kanadischen Luftwaffe (RCAF). Der bis dahin an Luftfahrt gänzlich uninteressierte Hofer suchte ein neues Abenteuer. Nach seinem Dienst bei der Royal Canadian Air Force wechselte Hofer im September 1943 zur 4th Fighter Group der US Army Air Force.

Die ersten zwei Luftsiege erzielte Hofer in einer P-47.

Bald darauf bekam er seine P-51B mit der Seriennummer: 42-106924 zugewiesen. Die Kennung der Maschine lautete OP-L. Diese lies er mit einer einzigartigen Cartoon und dem Logo "Salem Representative" versehen.

Am 2. Juli 1944 beteiligten sich die 352. und 325. Fighter Groups an einem Angriff auf Budapest, Ungarn. Diese Angriffe wurden von Stützpunkten in Foggia, Italien, aus geflogen. In der Gegend von Budapest stießen sie auf eine große Gruppe von Messerschmitt Bf-109. Dabei gingen einige P-51 verloren oder wurden schwer beschädigt. Nach diesen Kampfhandlungen verloren sich die Spuren von Hofer. Seine Maschine wurde später im Kroatischen Mostar gefunden. Wahrscheinlich wurde er von der Flugplatz Flak abgeschossen. Nach dem Krieg wurde Hofer in einem Massengrab am Jefferson Barracks National Cemetery in St. Louis, Missouri, begraben.

Die P-51B Mustang

Es zeigte sich sehr schnell das die Leistungen des Allison Motors der P-51A nicht ausreichend waren. Besonders in großen Höhen hatte das 1.100 PS Starke Allison Aggregat seine Schwächen. Das Flugzeug konnte als Jäger nicht überzeugen und wurde als Aufklärer und Jagdbomber eingesetzt.

Durch den Einbau eines Packard Merlin V-1650 Motors konnten die Leistungen enorm gesteigert werden. Das Flugzeug erreicht nun 700 km/h und hatte eine enorme Reichweite. Mit nun 1620 PS und 4 cal.50 Maschinengewehren war die P-51B ein gefährlicher Gegner für die deutsche Luftwaffe. Knapp 2000 Stück wurden von der P-51B hergestellt. Zum Einsatz kam sie bei der amerikanischen und britischen Luftwaffe.

Einen sehr interessanten Bericht über den Konstrukteur der P-51 findet ihr auf

Galerie

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Viele Grüße

Peter