The Magic Wash

Washings im Modellbau?


Man liest es immer wieder, das ominöse "Washing"... Washing ist eine alte Methode im Modellbau um Details hervorzuheben. Das Washing ist eine sehr dünne Farbe, ähnlich einer Lasur. Die dünnflüssige Farbe legt sich in Vertiefungen und in Kanten der erhabenen Details auf dem Modell. Das hat zur Folge das die Details für unser Auge besser wahrnehmbar sind. Es gibt Washings auf Öl- Enamel und Acrylfarben Basis. Hersteller wie Citadell, AK Interactive oder Vallejo bieten ein breites Spektrum an fertigen Washes an.


Washings selber herstellen? Geht das?


Jeder der es mal probiert hat ein Washing mit Acrylfarben auf Wasserbasis zu machen wird festgestellt haben es funktioniert nicht! Es fehlt was...

Wie viele andere verbringe ich viel zu viel Zeit an meinem Mobiltelefon. Manche behaupten zu viel!... Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram sind Fluch und Segen zugleich. In den letzten Jahren haben sich viele Modellbaugruppen auf Facebook gegründet. Neben diesen Gruppen findet man auch viele sehr interessante Blogs dort.

Ich habe vor kurzem diesen Post gesehen:

Die genannten Namen Brett Green, Spencer Pollard und Roy Sutherland sind Größen unseres Hobbys. Mit dieser Reputation ist der Tipp natürlich umso interessanter.

Machen, einfach machen!


Alle Tipps und Tricks bringen nichts, wenn man sie nicht ausprobiert!

Zum Glück habe ich alle benötigten Bestandteile zu Hause.

Verwendet habe ich:

  • Future (Pledge), wobei Produkte wie W5 von Lidl auch gehen müssten.

  • Wasser

  • Tamiya schwarz XF-1

  • Tamiya rotbraun XF-64 (Hatte kein XF-10 zur Hand)


Future und Wasser habe ich, nach Angabe im Verhältnis 50:50 gemischt. Schwarz und Braun Tropfenweise nach und nach hinzugegeben. So lange bis mir das Ergebnis gefiel. Alles wurde mit einem Holzstäbchen verrührt.

Diese Holzstäbchen gibt es in jedem Schnellrestaurant. Meine sind aus dem Ingolstädter Eisstadion ;) Die verwendeten Plastikdosen habe ich bei Tedi gefunden. Ein dankbares Nebenprodukt vom Zwangs-Deko-Shoppen mit meiner Frau letzten Herbst.

Der Test

Ich habe das Wash auf nicht lackierte Teile aufgetragen:

Ein starkes Ergebnis mit viel Potential! Leider hatte ich keine lackierten Teile zur Hand. Jedoch dürfte das Ergebnis eher besser als schlechter werden.

Nachdem er erste Wash so gut gelaufen ist wollte ich weiter experimentieren. Diesmal habe ich Farben von Revell aus der Aqua Serie (09 Anthrazit und 84 Braun) verwendet:

Beide Washes habe ich mit selbst gedruckten Etiketten beschriftet. Ich halte darauf die Zusammensetzung fest damit ich es wieder herstellen kann. Wobei die Angaben der Farbmenge schwierig ist. Deshalb beschränke ich mich hier auf die Angabe der Farbtöne.

Fazit


Ich bin sehr positiv davon angetan. Besonders hat mir das Fließverhalten gefallen. Es haben sich keine Ränder beim Trocknen gebildet. Das Ergebnis ist genau was ich gesucht habe. Mit Acrylfarben auf Wasserbasis ist dieser Wash mit Farben von vielen Hersteller universell herstellbar.

Ich werde das auf jeden Fall verfolgen. Es lassen sich auf diese Art für jedes Modell das passende Washing herstellen und somit meine Empfehlung für diesen Tipp! Vielen Dank an ANDREA MODEL KITS


Ich würde mich freuen wenn ihr mir schreibt ob das Wash bei euch funktioniert hat und wie ihr damit zufrieden seid. Bitte nutzt dazu die Kommentar-Funktion am Ende des Beitrages. Danke!


Washing - Ein kleines "How to"


Ich habe ein gutes Tutorial zum Thema gefunden.

Viel Spaß damit:

Update 24.01.20


Torsten hatte eine gute Ergänzung. Sein Kommentar mit dem hinzufügen von Spülmittel ist sehr gut. Durch das Spülmittel wird die Oberflächenspannung gebrochen. Das Wash verteilt sich noch besser. Ein minimaler Tropfen reicht hier schon.

Außerdem habe ich eine kleine Stahlkugel in die Gefäße mit den Washing. Durch die Stahlkugel lässt sich das Washing besser aufschütteln.


Update 29.01.20


Ich habe das Washing nun mehrfach erfolgreich eingsetzt. Besonders bei einem Sternmotor hat es sehr gute Ergebnisse erziehlt:

Update 12.02.21

Das Washing lässt sich auch hervorragend als "Filter" einsetzen. Hier habe ich es verwendet um eine Naturmetall Maschine darzustellen:

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Viele Grüße

Peter